Die RWE Westfalen-Weser-Ems AG hat das Gebäude des Gymnasiums Erwitte und die dazugehörige Hausmeisterwohnung im Auftrag der Stadt Erwitte mit neuen Systemen zur Wärmeversorgung ausgestattet. Eine moderne Wärmeerzeugungsanlage, bestehend aus je einem Brennwert- und einem Niedertemperaturkessel mit einer Gesamtleistung von 585 Kilowatt liefert bedarfsgerechte Wärme und ersetzt die alte Ölkesselanlage aus dem Jahr 1980. Gleiches gilt für die Hausmeisterwohnung, wo ein Brennwertkessel mit einer Leistung von 24 Kilowatt installiert wurde und der Ölkessel aus dem Jahr 1979 weichen musste. RWE konnte sich damit erfolgreich bei einer europaweiten Ausschreibung durchsetzen. Die Ausschreibung wurde vom Fachplanungsbüro Emkon aus Paderborn durchgeführt.
Über 15 Jahre wird RWE sichere Wärme bei einem garantierten Nutzungsgrad liefern. Einzelheiten regelt ein Contracting-Vertrag zwischen der Stadt Erwitte und der RWE Westfalen-Weser-Ems AG. Die monatlich zu zahlenden Raten enthalten alle Kosten von der Erneuerung der Heizungsanlagen über Wartung und Kundendienst bis zur Gaslieferung.
Bürgermeister Wolfgang Fahle ist von den Vorzügen des Projekts überzeugt: „ Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass die Stadt Erwitte beim Wärmeservice kein Betriebsrisiko trägt und weniger Kapital bindet als bei einer Sanierung in Eigenregie.“ Das entlaste den Haushalt und schaffe Raum für andere Investitionen, so Fahle bei der offiziellen Inbetriebnahme der Anlagen am 27. September.
RWE ist für die Betriebsführung der Anlagen verantwortlich. Diese sind über ein Modem auf die RWE-Leitwarte aufgeschaltet. Eventuell auftretende Störungen werden per Datenübermittlung direkt an die Firma Daus weitergeleitet und können so umgehend behoben werden. Durch die eingebaute Fernwirktechnik können sowohl Heizzeiten, wie etwa bei Sonderveranstaltungen, als auch Temperaturen bei Bedarf individuell angepasst und verändert werden.
Durch den Austausch der Anlagen setzt die Stadt Erwitte auf eine ökologisch zukunftsweisende Technologie, denn gegenüber den Altanlagen können bedeutende Energie- und damit auch Kosteneinsparungen erzielt werden – und die Umwelt wird gleichzeitig entlastet. Durch die neuen Kesselanlagen werden pro Jahr rund 77 Tonnen CO2-Emmissionen eingespart. Die Reduzierung an Stickoxiden beträgt rund 234 Kilogramm pro Jahr.
„Mit diesem erfolgreich abgeschlossenen Projekt, das übrigens von der Energieagentur NRW als neutrale Institution begleitet wurde, begegnet die Stadt Erwitte dem steigenden Kostendruck und beweist ökonomische und ökologische Kompetenz“, so Bürgermeister Wolfgang Fahle abschließend.
Die RWE Westfalen-Weser-Ems AG mit Sitz in Dortmund ist eine Regionalgesellschaft unter dem Dach der RWE Energy. RWE Westfalen-Weser-Ems bietet ihren Kunden Strom, Gas, Wasser und damit verbundene Dienstleistungen aus einer Hand und Versorgungssicherheit für 5,5 Millionen Einwohner. Über ein Stromnetz mit einer Gesamtlänge von 78.000 Kilometern und ein Gasnetz von 22.000 Kilometer Länge werden mehr als 23 TWh Strom und rd. 67 TWh Gas abgesetzt. Mit den eigenständigen Gesellschaften für Verteilnetzbetrieb, Netzservice und Kundenservice erfüllt die Struktur bereits heute die Erfordernisse des EU-Unbundlings. RWE Westfalen-Weser-Ems beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter.
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